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Wie lebendig die regionale Heimat- und Geschichtsforschung im Kreis Schlawe und in Hinterpommern ist, zeigen die folgenden interessanten Hinweise auf Kontakte, Events und Links. Besonders in den vergangenen Monaten hat die pommersche Heimatforschung an Dynamik gewonnen, was sich in der Intensivierung der Zusammenarbeit auf Forscherebene zeigt. |
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Über den Stand der Heimatforschung im Kreis Schlawe (V3)
Wer sich mit Orts- und Familienforschung in Pommern, insbesondere in Hinterpommern befassen möchte, sieht sich heute einer Vielzahl von Möglichkeiten und Ansatzpunkten gegenüber gestellt. Zwar haben Krieg, Flucht und Vertreibung einen großen Anteil historischer Quellen unwiederbringlich vernichtet. Vieles jedoch ist erhalten geblieben und konnte die wechselvollen Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg überstehen.
Die Veröffentlichung von Beständen, die Öffnung von Archiven in Deutschland und Polen sowie die rasanten Entwicklungen im Internet haben dafür gesorgt, dass umfangreiches Wissen für jeden Forscher leicht zugänglich wird. Vor allem das Internet trägt dazu bei, Kenntnisse und Erfahrungen schnell und zu geringen Kosten über alle Grenzen hinweg zu verbreiten. Die Heimatforschung hat damit sehr an Dynamik gewonnen.
An dieser Stelle soll versucht werden, einen aktuellen und schnellen Überblick über die Vielzahl von Forschungsmöglichkeiten und Ansprechpartnern zu vermitteln, die der Kreis Schlawe zu bieten hat.
1. Schritt: Literatur
Für und über den Kreis Schlawe bzw. seine Städte, Dörfer und Gemeinden gibt es inzwischen eine breite Palette an Literatur. Diese Schriften sind insbesondere in neuerer Zeit veröffentlicht worden und enthalten somit einen aktuellen Kenntnisstand der Orts- und Familienforschung. Als Standardwerk für den Kreis Schlawe zählt vor allem:
Vollack, Manfred [Hrsg.]: (1986)
„Der Kreis Schlawe. Ein pommersches Heimatbuch“, Hrsg. i. A. des Heimatkreises Schlawe. Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft
Bd. 1: Der Kreis als Ganzes. 1986. XVI, 671 S.
Bd. 2: Die Städte und Landgemeinden. 1989. XIV, 743 S. ISBN 3-88042-337-7
Wieder neu aufgelegt!
Ebenfalls von zentraler Bedeutung und sehr aktuell:
Neitzel, Dr. Ulrich und Sielaff, Mathias: (2001)
„Die Einwohnerlisten des Rügenwalder Amtes 1731-1803“, als Band I der Fachreihe "Genealogische Schriften für Ostpommern" der Arbeitsgemeinschaft "Orts- und Familienforschung Schlawe", Löhne
Darüber hinaus sind eine Reihe von Orts- und Kirchspielchroniken für den Kreis Schlawe erschienen, z. B.:
Fischer, Helmut und Schmidt, Fritz: (1999)
„Chronik von Alt-Bewersdorf : Kreis Schlawe, Ostpommern", Jena
Hoevel, Ruth: (1981)
"Kirchspiel Krangen Kreis Schlawe in Pommern“, Ostdeutsche Landgemeinden und Kirchspiele, Band 15, Münster: Truso. 730 S. 56 Taf. ISBN 3-88378-009-X.
Michaelis, Ernst Hubert von: (1988)
"Kirchenspiel Wusterwitz, Kreis Schlawe in Pommern", in: Heimalkreisausschuss Schlawe [Hrsg.]: "Schriften der J. G. Herder Bibliothek Siegerland e. V.“, Siegen
Radloff, Ortrun [Hrsg.]: (1996)
"Das Kirchenspiel Wendisch-Tychow/Notzkow", Plath
Schünemann, Fritz: (1987)
"Panknin, Pommern – Heimaterinnerungen“, Marburg
Krause, Dr. Martin: (1986)
"Rötzenhagen, Ein Dorf in Pommern“, Bonn, Nachtrag erschienen 1988, "Rötzenhagen, Ein Dorf in Pommern, 1945 - 1947“, Bonn, erschienen 1996
Weitere Chroniken über das Kirchspiel Lanzig sowie die Dörfer Altschlawe und Karnkewitz sind in Vorbereitung. Unter genealogischen Gesichtspunkten gibt es ebenfalls eine Fülle von Aufsätzen und Beiträgen, die bereits aus dem 1. Drittel des 20. Jahrhunderts stammen. Stellvertretend seien hier genannt:
Fuhrmann, Gerd: (1939)
"Die Bewohner des Rügenwalder Amtes 1663", in: Pommersche Sippenforschung 1939, Nr. 7
Grotefend, Dr. Otto: (1915)
"Die Dörfler des Amtes Rügenwalde 1648", in: Monatsblatt für pommersche Geschichts- und Altertumsforschung, 34, Stettin, S. 11-14
Livonius, Adelheid von: (1939)
"Die Bevölkerung der Kreise Stolp, Schlawe, Rummelsburg kurz nach 1700", in: Ostpommersche Heimat - Beilage der Zeitung für Ostpommern Nr. 10, 11, 12, 17/1939
(Neu erfasst und nach Familiennamen sortiert, Veröffentlichung von Henry Kuritz 2000)
(zu beziehen bei H. Kuritz, Dresden, E-Mail: hkuritz@yahoo.de)
2. Schritt: Archive
Archive und Bibliotheken, vorrangig in Deutschland und Polen, stellen eine weitere Grundlage für die Heimatforschung im Kreis Schlawe dar. Die niedergeschriebenen und erhalten gebliebenden Zeugnisse der pommerschen Geschichte ist heute auf eine Vielzahl von Archiven verteilt. Einen sehr guten und aktuellen Überblick über die Standorte wichtiger Quellen und Bestände für die Heimatforschung liefert:
Stübs, Gunthard [Hrsg.]: (1999)
"Wegweiser für familien- und ortsgeschichtliche Forschung in Pommern", Konstanz
(zu beziehen bei: G. Stübs, Konstanz, Tel.: 07531/65998, E-Mail: verlag@hinterpommern.de)
Viele der beschriebenen Archive, Bibliotheken und Institute können auch vor Ort besucht werden. Da es selbst heute noch Bestände gibt, die selten oder gar nicht erforscht wurden, können hier noch viele unbekannte Erkenntnisse für die Heimatforschung entdeckt werden.
Seit einiger Zeit ist auch das Forschen in polnischen Archiven, z. B. Stettin, Köslin und Stolp wesentlich einfacher und bequemer geworden. So bedarf es inzwischen keiner zentralistischen Besuchs-Genehmigung aus Warschau mehr, sondern die einzelnen Stellen vergeben die Erlaubnis eigenständig und vor Ort.
3. Schritt: Internet
Ein bedeutender Teil der Orts- und Familienforschung spielt sich schon heute im Internet ab. Dieser Anteil wird künftig weiter ansteigen. Nicht nur als Kommunikationsmedium zwischen den einzelnen Forschern findet das Internet seinen Nutzen. Ebenso spielt es eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Informationen. Das Wissen von Einzelpersonen, Gruppen, Vereinen, Archiven und anderen Organisation wird „online“ bequem von zu Hause aus abrufbar.
Der Kreis Schlawe ist der am häufigsten im Internet repräsentierte Kreis Hinterpommerns. Es gibt Internetseiten über den Kreis Schlawe, über einzelne Städte und Gemeinden und darüber hinaus über eine Reihe von privaten Homepages von Orts- und Familienforschungen aus dem Kreis Schlawe.
Stellvertretend für all diese liebevoll gestalteten und informativen Seiten sind hier genannt:
http://www.schlawe.de von Dr. Margret Ott
http://www.pollnow.de von Dr. Jürgen Lux
http://www.ruegenwalde.com von Udo Madsen
http://www.altschlawe.haus-schlawe.net von Mathias Sielaff
Auf diesen Internetseiten findet man eine Fülle an orts- und familiengeschichtlicher Informationen sowie Hinweise u. a. auf weitere Internetseiten, die sich mit anderen Themen oder Gemeinden des Kreises Schlawe beschäftigen.
Neben diesen Internetseiten, die sich auf die Ergebnisse der bisherigen Forschung beziehen, werden mit den Internetseiten von verschiedenen Organisationen auch die Quellen der Forschung online-verfügbar. Beispiele dafür sind:
http://www.familysearch.org der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen)
http://www.volksbund.de Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Hier und bei weiteren Organisationen werden Millionen von Namen und Daten aus Kirchenbüchern, Namensregistern etc. veröffentlicht und für jeden Interessenten zur Verfügung gestellt.
Abgesehen von all diesen wichtigen Anlaufstellen der Orts- und Familienforschung bietet das Internet mit sog. Mailing-Listen die passende Plattform für den Erfahrungs- und Informationsaustausch der Forscher untereinander. Hier können kostenlos und per E-Mail Suchanfragen gestellt und beantwortet oder Diskussionen geführt werden. Für den Kreis Schlawe existiert die Mailing-Liste:
Schlawe-L initiiert von Gunthard Stübs,
In dieser Liste sind etwa 50 Orts- und Familienforscher aus dem Kreis Schlawe zusammengeschlossen und tauschen sich in den Fragen und Themen ihrer Forschungsgebiete aus.
Unverbindlich einschreiben kann man sich unter:
Jederzeit ausschreiben kann man sich unter:
Schlawe-l-unsubscribe@domeus.de
Das Forum bzw. die bereits erschienenen Beiträge dieser Liste befindet sich unter:
http://hinterpommern.de/Genealogie/Foren/Schlawe-L
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Teilnahme an den Pommernkontakten von Gunthard Stübs. In dieser Online-Datenbank haben sich inzwischen mehr als 1.000 Forscher aus bzw. für Pommern mit ihren jeweiligen Suchbegriffen (Nach welchem Namen wird wo und für welchen Zeitraum geforscht?) eingetragen. Über die Pommernkontakte kann man sehr schnell auf Forscher gleicher Suchrichtungen stoßen. Außerdem ist man selbst mit seiner Suche permanent im Internet vertreten. Inzwischen haben sich daraus eine Vielzahl von Übereinstimmungen und fruchtbaren Kontakten ergeben. Die Teilnahme an den Pommernkontakten ist ebenfalls unverbindlich und kostenlos. Weitere Informationen findet man unter:
Für fast alle Fragen heimatgeschichtlicher Themen gibt es eine Vielzahl von Forschern im Kreis Schlawe. Die Namensliste der Forscher und ihrer Forschergebiete ist lang, es gibt kaum einen Bereich, der nicht schon behandelt wurde oder noch behandelt wird. Daher ist es um so wichtiger, dass es die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Informationsaustausch gibt und diese auch genutzt wird.
Abschluss
Sicherlich sind die hier gemachten Angaben nicht erschöpfend dargelegt worden und wer hier nicht erwähnt wurde, möge es nachsehen. Wichtig war lediglich, die Fülle an Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich dem Orts- und Familienforscher im Kreis Schlawe heute bieten. Wer über den Rahmen des Kreises Schlawe weitere Informationen oder Kontakte sucht, wende sich bitte an:
http://www.hinterpommern.de von Gunthard Stübs
http://www.pommernseiten.de von Gunthard Stübs
http://pommerscher-greif.de Pommerscher Greif e. V.
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